Teichfledermaus - Myotis dasycneme


Die Teichfledermaus ist in Sachsen-Anhalt eine sehr seltene Fledermausart. Es gibt nur wenige Einzelnachweise aus Sommerlebensräumen, so vom Aland, Helme, Bode, Schollener See, Wedefurter Talsperre und Bürger Holz bei Burg. Als Schwärm- und Winterquartiere sind im Rübeländer Höhlengebiet fünf Objekte bekannt. Durch Netzfänge ist belegt, dass Individuen aus Brandenburg und vom Schollener See zur Hermannshöhle nach Rübeland/Harz fliegen, hier schwärmen und überwintern (Ohlendorf 2004). Die Art verkriecht sich im Winterquartier in tiefe Spalten. Im Winter 2008/09 wurden erstmals zwei Individuen in der Pinge „Weißer Stahlberg“ nachgewiesen.


Teichfledermaus (links) neben Wasserfledermaus (rechts)

Teichfledermaus (links) neben Wasserfledermaus (rechts)

Cluster von Teichfledermäusen im Winterquartier in Dänemark (Foto: A. Vollmer)

Cluster von Teichfledermäusen im Winterquartier
















Es bestehen große Defizite über das Verbreitungsbild der Art in Sachsen-Anhalt. Teile der brandenburgischen und mecklenburgischen Teichfledermaus-Population durchziehen Sachsen-Anhalt. Das Flusssystem Elbe wird Ende Juli bis Anfang September von einzelnen Individuen beflogen.  Reproduktionen sind nach dem derzeitigen Kenntnisstand nur im Elbe-Havel-Winkel möglich. Die Suche mittels Batdetektor und der Fang mittels Fledermaus- netzen erbrachten in den letzten vier Jahren keine weiteren Nachweise und keine Fänge von Weibchen. Reproduktionsnachweise sind in Sachsen-Anhalt nur durch die Telemetrierung von Weibchen Ende Juni bis 10. Juli möglich.


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